Datenschutz ist ein aus dem
20. Jahrhundert stammender Begriff, der ursprünglich den Schutz
personenbezogener Daten vor
Missbrauch zum Inhalt hatte. Der Begriff wurde gleichgesetzt mit
Schutz der Daten, Schutz vor Daten oder auch Schutz vor
Verdatung.
Heute wird der Zweck des Datenschutzes darin gesehen, den Einzelnen davor
zu schützen, dass er durch den Umgang mit seinen personenbezogenen Daten in
seinem
Recht auf informationelle Selbstbestimmung beeinträchtigt wird.
Datenschutz steht für die Idee, dass jeder Mensch grundsätzlich selbst
entscheiden kann, wem wann welche seiner persönlichen Daten zugänglich sein
sollen.
Die Bedeutung des Datenschutzes ist auf Grund der technischen Entwicklung
einerseits (Stichworte:
Internet,
E-Mail,
Mobiltelefone,
Videoüberwachung,
Data Warehouse) und des erhöhten Informationsbedürfnisses staatlicher
Stellen und privater Unternehmen andererseits (Stichworte:
Rasterfahndung, Mitarbeiterüberwachung,
Kundenprofile,
Auskunfteien) stetig gestiegen. Dieser Entwicklung steht eine gewisse
Gleichgültigkeit großer Teile der Bevölkerung gegenüber, in deren Augen der
Datenschutz keine oder nur geringe praktische Bedeutung hat.
Vor allem durch die weltweite Vernetzung der Computer durch das Internet
sind sehr große Gefahren hinsichtlich des Schutzes personenbezogener Daten
hinzugekommen. Datenschützer müssen sich deshalb mit den grundlegenden Fragen
von
Datensicherheit auseinandersetzen, wenn Datenschutz wirksam sein soll.